FC Bayern vs. Hannover 96

Posted by on Mrz 26, 2012 in Fanclub unterwegs | No Comments
FC Bayern vs. Hannover 96

Der zweite Name des Artikels lautet: ‚Spongebob vs. Superman, eine Fotolovestory‘ und wurde von Danica geschrieben. Sehr lesenswert und lustig.

Nach über einem Jahr Fernkommunikation war es nun endlich soweit. Ich durfte unsere Chefs in München in die Double-A begleiten. Welch Aufregung, denn diese Tatsache ergab sich kurzfristig genau einen Abend vor Ankunft der zwei. Nach unzähligen Telefonaten und SMSen traf ich die Herren nun endlich kauend vor ihrem Hotel. Unverkennbar im Partnerlook lud ich Chef 1 und Chef 2 direkt in meinen Wagen und fuhr mit ihnen schnurstracks in die heiligen Hallen. Angekommen im Parkhaus stellte Ingo sogleich fest, dass ich das weibliche Pandant meines Bruders sei, worauf ich entgegnete, dass ich eigentlich noch schlimmer bin, aber trotzdem auf Männer stehe! Zeitgleich warnte mich eine Whatsapp von Axel: „Benimm dich bloß!“ Ich ahnte übles…. ;)

Die Kurverei im Parkhaus versetzte unseren Ingo zu diesem Zeitpunkt in Angst und Bange. Es lag sicher an meinem Fahrstil, er schob es jedoch, ganz Gentleman-like, auf die akute Zeitnot. Es war schließlich gerade kurz nach 1 und man hatte einen Termin um viertel nach 2,…. 5 wahnsinnige Gehminuten entfernt.

Nachdem meine weibliche Qual nun darin bestand eine passable Garderobe zu finden (T-Shirt plus Mantel, Sweatshirtjacke oder Lederjacke?!) entschied Mischa dies in seiner Zeitnot direkt für mich: Die Sweatjacke reicht, die Sonne scheint!

Mit unserer Fahne bewaffnet machten wir uns nun endlich auf zum verabredeten Treffpunkt mit Herrn M. Oh welch Wunder! Wir hatten noch über eine halbe Stunde Zeit! Direkt konnten wir einen Käufer für Amirs Karten finden und dann braute sich über uns die Pest zusammen. Als hätten wir irgendwas getan, zog aus dem Nichts direkt über das Stadion eine Gewitterwolke vom Feinsten! Kritisch sah ich den fröstelnden Mischa an: Wenn ich krank werde bist du Schuld! Rechnung kommt dann. Die zwei Chefs machten sich auf den Weg zum Gespräch und ließen mich mit meinem Ticket allein. Ich verfolgte ein tolles Spiel unserer Superelf in der Nordkurve direkt hinter Herrn Neuer. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank für die Leihgabe Dauerkarte von Hannes! Je länger das Spiel dauerte, desto nasser wurde ich, die Tropfen sogen sich komplett in meine (von Mischa gewählte) Sweatjacke…

Ein glückliches Ende folgte! Knapp, aber verdient, gewannen die Bayern, ich begab mich wieder auf den Weg zu unseren Rotjacken und wurde direkt von einem sichtlich erleichterten und euphorisierten Ingo begrüßt, der mir jubelnd in die Arme fiel. Bei dieser Tat musste er zugleich feststellen, wie durchnässt ich war. Ein bibberndes Bündel Dana, nass, kalt und glücklich über den Sieg. Mir wurde mit funkelnden Augen berichtet, wie das Gespräch mit Hr. A. verlief und es wurden stolz Logenkarten präsentiert.

Ingos Mutterinstinkt war geweckt. Nachdem Mischa endlich einen annehmbaren Platz gefunden hatte, um sein Bier wegzutragen, wurde mir seine Logenkarte zuteil und wir begaben uns in die Katakomben der, inzwischen in rot erleuchteten, Allianz Arena. Ab sofort war mein Codename: Mischa!

Nach ein paar amüsanten Fahrten auf der Rolltreppe, in denen Herr Ingo sich bereits als Superman übte, flog er mit mir in die Davidoff Lounge. Hier gab es Kaffee, heiß, köstlich und for free! Auch Davidoff Ultras sollte es geben. Nach Ultras sahen die Leute in der Lounge aber gar nicht aus. Ich fühlte mich irgendwie recht deplatziert. Um mich herum high-style Damen in Stilettos mit Prada-Taschen und perfekt sitzenden Frisuren. Daneben ich, mit ausgelatschen Uralt-Chucks, vollgesogener Sweatjacke und Spongebob-Shirt! YES! Ein kritischer Blick zu unserem 1. Vorsitzenden: „Ingo, ich fühl mich nicht so wohl!“ Seine lapidare Antwort: „Scheißegal Du hast ein Ticket!“ „Natürlich, nur da steht nicht mal mein Name.“

SuperIngo entschied: Wir rauchen erstmal Kryptonit!

Auf dem Weg zurück ins Parkhaus kam dann der Anruf von meinem Bruder bei Mischa. Während die Herren telefonierten flog Ingo, jetzt voll auf Kryponit, permanent durch die Gegend. Mischa erwähnte mit banger Stimme gegenüber meinem Bruder, er habe Angst, dass ich nun krank werde, worauf Ingo dazwischenrief, dass er mich ja nun wieder in der Davidoff Lounge trocken gelegt hat. Den Elfmeter musste ich natürlich direkt verwandeln und konterte, dass ich es wohl genieße, wenn mich die Männer nass machen. Das Gelächter war groß und prompt folgte die Bestätigung. Danica, du bist wirklich schlimmer als Dein Bruder!

Ingo flog weiter, und wollte durch einen Bus fliegen, ich bot ihm dafür doch glatt ein weiteres Bier an. Leider klappte der Plan nicht. Der Busfahrer hatte nicht nur eine Fußbremse und eine Handbremse, sondern auch eine Spaßbremse! Schade eigentlich!

Eine halbe Stunde später hatten wir endlich unsere Itchy-Parkplatzlücke gefunden und machten uns auf den Weg zu Willy. Dieser empfing uns freudig in seinem Wirkungskreis, einem Restaurant am Viktualienmarkt. Es gab wieder Freibier! Sollte das denn niemals enden heute?! Und da war es wieder mein Dresscode-Problem. Diesmal waren Spongebob und Superman angetreten gegen Highsociety-Lacoste-Schuhe!

Ich verabschiedete mich langsam und entließ die Herren in die Nacht! Es war inzwischen schon halb 9 geworden…

Herzlichen Dank für den superschönen Tag mit Euch und auf auf die nächste 3 Punkte für unser Team! Danica

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